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70. Geburtstag unseres Provinzials, P. Andreas Steiner MSC

Eine volle Klosterkirche in Salzburg-Liefering am hellichten Faschingssamstagvormittag – da muss etwas Außergewöhnliches sein.

War es auch: Unser Provinzial, P. Andreas Steiner MSC, feierte seinen 70. Geburtstag vom Anfang Februar nach. Auch wenn er lange noch nicht so aussieht, es ist kein Faschingsscherz. Und schon gar nicht witzig war, was er in all den Jahren seines Lebens erlebt hat, entscheiden und umsetzen musste; da war – in fast 50 Ordensjahren, davon 15 als Provinzial – Manches dabei, das man nur mit viel Humor überstehen konnte. Gott sei Dank hat er den. Sonst wäre er ja kein MSC. Einige Kostproben davon, v.a. aus seinen früheren Jahren, kamen an diesem Tag natürlich auch auf den Tisch. Wann sonst, wenn nicht da.

Denn die vielen Gäste boten ein gutes Spektrum seines Lebens: von den zahlreichen Familienmitgliedern mehrerer Generationen, die er selbstverständlich alle getauft und verheiratet hat, über die Mitbrüder, die ebenso zahlreich gekommen waren wie die Lehrer und Mitarbeiter des Gymnasiums in Liefering, in dem er selbst einige Jahre als Lehrer gearbeitet hat und wo er nun als Provinzial schon viele Jahre als Vertreter der MSC den Schulerhalter repräsentiert. Ebenso konnte er zahlreiche Gäste begrüßen, mit denen er als Provinzial zusammenarbeitet, aus der Diözese Salzburg, zu deren Konsistorium (Beratungsgremium des Erzbischofs) er gehört, aus der Schulbehörde, aus den ehemaligen oder noch bestehenden Werken der MSC – eine bunte Mischung eben.

Schon mal probesitzen auf dem Massagestuhl, immerhin schon mal auf dem Geschenksymbol. Wenn das Original auch so viel Freude macht…….

In seiner Predigt ging er auf das Lied aus der Schubertmesse ein, die den Gottesdienst am Vormittag umrahmte: „Du gabst, o Herr, mir Sein und Leben …… nur danken kann ich, mehr doch nicht.“ So dankte er für sein Leben, das nun schon 70 Jahre auf dem Buckel hat, ohne – bescheiden wie er ist – die zweite Zeile zu nennen: Du gabst, o Herr, mir Sein und Leben und deiner Lehre himmlisch Licht…..“ Dem war sicher so: dass ihn der Heilige Geist in vielen Situationen „beleuchtete“. Wie hätte er sonst die Provinz so viele Jahre durch all die Umbrüche führen können und „nebenher“ noch viele Dinge ins Leben rufen, die ihn vermutlich auch überleben werden. Genannt sei nur die neue Schule in Kamerun, deren Schüler nach ihrem Abschluss dort die Chance haben, auf eine von der Erzdiözese München-Freising unterstützte Universität gehen zu können, die dort auf dringende „Bitte“ seinerseits errichtet wurde.

Da kann er manchmal ganz schön zäh sein, wenn er etwas sinnvoll findet und es sich in den Kopf gesetzt hat – weil das Herz ihn drängt. Osttirolerisch würde man das vielleicht sturköpfig nennen – aber bei solchen Ergebnissen der „Sturheit“ ausgesprochen sympathisch. Das ist er ja auch! In seinem Umgang mit anderen, seinem Wohlwollen, seiner Fürsorge für alle und alles, bis hin zur Sorge fürs leibliche Wohl, seine Zeichen der Gastfreundschaft und noch so vieles mehr.

Zu wünschen wäre es ihm, dass es ihm gelingt, das ein oder andere abzugeben, damit er Zeit und Muße findet, seine Geschenke genießen zu können: die Bahnreise mit dem Glacierexpress in die Schweizer Bergwelt und den Massagestuhl, zu dem es offenbar eine bisher geheim gehaltene Affinität gibt. So tiefenentspannt hat der Hl. Geist noch bessere Möglichkeiten, unseren Provinzial zu erleuchten (Die Gnade setzt die Natur voraus und vollendet sie!) für all das, was noch kommt. Das nächste ist schon das Provinzkapitel – mit Neuwahlen. Äh, Wiederwahl. Der Hl. Geist ist ja auch mit den Kapitularen. Ad multos annos!

Die irdischen Pfeiler seines Lebens: Matrei/Osttirol und die MSC. Und über allem schwebt der Geist!

Jung-Andreas mit dem damals üblichen Topfhaarschnitt. Dieses Verbrechen ist heute nicht mehr möglich. Auch älter werden hat seine Vorteile.

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