Niederlassungen

Birkeneck

„Hund waren´s scho“ – würde der Bayer sagen. Mitten im 1. Weltkrieg „missionieren“ die Herz-Jesu-Missionare Bayern. Sie wissen, dass es, wenn überhaupt, nur über ein soziales Projekt gelingen kann, im noch bestehenden Königreich ein neues Ordenshaus eröffnen zu können. Und die Not ist ja auch groß dort. Nach zähen Verhandlungen bekommen sie die Genehmigung für eine „Fürsorgeeinrichtung“ für Jugendliche. Wir schreiben den 1.10.1918. Genau sechs Wochen vor Ende des Kriegs beginnt ein neuer Anfang. Zumindest für die 100 Jugendlichen, die das kleine Schlösschen in Hohenkammer (nördlich von Dachau) in kürzester Zeit füllen. Nebenbei: Wir (jedenfalls die meisten von uns 😉) neigen nicht zu Schlössern, aber bei 100 Jugendlichen zu der Zeit war das schlicht eine Platzfrage.

Genau deswegen, weil Hohenkammer nämlich aus allen Nähten platzte und 100 Jungs ja auch ernährt werden wollen, erwarb die Leitung der gerade erst gegründeten neuen österreichisch-oberdeutschen Provinz 1925 wohl als eine ihrer ersten Amtshandlungen ein anderes Schlösschen incl. 90 Ha Grund: Birkeneck, ehemals Jagschloss des Bischofs von Freising im 18. Jhdt.. Der Umzug dorthin erfolgte noch im gleichen Jahr.

Bis heute ist Birkeneck eine Jugendhilfeeinrichtung für sozial benachteiligte Jugendliche, die hier einen Platz finden, den sie in ihren Familien nicht mehr sehen. Vielfältige Gründe in ihrer alten Umgebung führten dazu, dass  sie ihre Lebenssituation nicht mehr ohne professionelle Hilfe bewältigen konnten. Die heilpädagogisch orientierte Hilfe geht einher mit schulischer Förderung und Berufsausbildung. Eine Besonderheit ist das Chevalierhaus, in dem minderjährige unbegleitete Flüchtlinge ein Zuhause finden und Unterstützung zur Integration bekommen.

In der Hausgemeinschaft in Birkeneck lebt ein Teil unserer älteren Mitbrüder, v.a. auch kranke oder anderweitig hilfsbedürftige, die hier betreut werden. Einige von ihnen waren einen Großteil ihres Lebens in der Einrichtung tätig. Da ein Missionar ja nie in Rente geht, sind die, die noch dazu in der Lage sind, weiter vielfältig aktiv: in der Seelsorge in unserer Klosterkirche und den umliegenden Pfarreien; mit Diensten im Haus und auf dem nach wie vor großen Gelände; in der Betreuung unseres Freundeskreises; mit der Bewahrung der Geschichte unserer Provinz (Archivar) und neuen Veröffentlichungen dazu; mit einer Ein-Mann-Bosnienhilfe, die fast auf dem gesamten Balkan Menschen mit allem versorgt, was die in ihrer Not brauchen können…..

Nicht zuletzt ist Birkeneck unser Tor zur Welt und betreut viele Gäste aus aller Herren Länder. Der Flughafen München ist nämlich next door, direkt hinterm Zaun vom Friedhof. Von wegen ruhe sanft!

Herz-Jesu-Missionare
Birkeneck 1
85399 Hallbergmoos
+49 (0) 811/82-0

mscbirkeneck@yahoo.de

Jugendwerk Birkeneck: www.birkeneck.de

Donauwörth (Heilig Kreuz)

Die wechselvolle Geschichte von Heilig Kreuz beginnt genau mit diesem, noch genauer: mit einem Partikel des Kreuzes Christi, das der adlige Herr Mangold nach einer diplomatischen Mission 1029 aus Konstantinopel mitbrachte. Seine Schwester scharte eine Gruppe von Damen zur Verehrung des Partikels um sich, aus der 1049 ein Benediktinerinnenkloster entstand, das aber während des Investiturstreits um 1070 bald wieder zerstört wurde. Auch     eine Neugründung danach hatte nicht lange Bestand. Die offenbar auf ihren alten Rechten beharrenden Frauen bekamen zunächst eine männliche Observanz. Es entstand ein Doppelkloster, dessen weiblicher Anteil aber 1125 aufgelöst wurde. In der Wirtschaft würde man sagen: eine feindliche Übernahme. Gleichzeitig begann der Bau einer völlig neuen Anlage für Heilig Kreuz an seinem heutigen Standort.

Trotz ständig wechselnder Besitzverhältnisse wurde das Kloster zu einem bedeutsamen Faktor in der Region, insbesondere auch bei der Rekatholisierung der Stadt Donauwörth nach deren zeitweiser Hinwendung zur Reformation. Es überstand die Schweden im 30-jährigen Krieg und auch den Brand der Stadt im Anschluss an die Schlacht am Schellenberg im Spanischen Erbfolgekrieg 1704. Selbst zwei heftige Bombardierungen im 2. Weltkrieg, die die Stadt fast völlig zerstörten, überstand Heilig Kreuz unversehrt.

Vor allem das 18. Jahrhundert wurde für die Abtei zu einer Zeit der Blüte auf allen Gebieten. Das Kloster erhielt zwischen 1717 und 1722 (vollendet erst 1735) eine neue Kirche im Stil des Barock, deren Pracht noch heute überwältigt.

In der Säkularisation ging das Kloster 1803 an die Fürsten von Oettingen-Wallerstein, bis es Ludwig Auer (1839-1914) 1877 erwarb. Ihm als Lehrer, später auch Buchverleger mit Buchdruckerei, lag eine von der Liebe getragene, breit angelegte katholische Erziehung am Herzen, die im Cassianeum, einem privaten katholischen Bildungsinstitut, ihren Ausdruck fand. Unter dessen Ägide entstand im Klostergebäude 1889 eine Schule mit Internat, die1935 von den Herz-Jesu-Missionaren übernommen wurde.

Aber es blieb wechselvoll.  Bereits 1938 musste der Schulbetrieb eingestellt werden. Im Krieg beherbergte das Cassianeum ein Lazarett der Wehrmacht, danach ein Flüchtlingslager. Aber bereits 1946 eröffneten Schule und Internat wieder den Betrieb.

Als einzige sechsklassige Realschule in der Region wuchs sie schnell. Neben der Schule beherbergte das Gebäude in den 60/70er Jahren zwischen 250-300 Interne in großer räumlicher Enge – bis zum Neubau der Schule 1978 an einem anderem Ort der Stadt. Internat und Tagesheim verblieben im Kloster, mussten aber 2016 wegen stark zurückgegangener Schülerzahlen geschlossen werden.

Heute leben in Donauwörth noch drei Herz-Jesu-Missionare, die den örtlichen Pfarrer in der Gemeinde– und Wallfahrtsseelsorge unterstützen – und denen es dabei keineswegs langweilig wird. Schon gar nicht in Anbetracht der prachtvollen Kirche, die so viele Geschichten zu erzählen hat, was P. Blas noch immer gerne und eindrücklich bei Kirchenführungen tut.

P.s.: Dass einzelne MSC das Schicksal des Heiligen Cassian erlitten haben sollen, der von seinen Schülern mit Schreibgriffeln erstochen wurde, ist ein Gerücht. Selbst der langjährige strenge Direktor erfreut sich noch hohen Alters und guter Gesundheit. 😉

Herz-Jesu-Missionare
Heilig-Kreuz-Str. 19
86609 Donauwörth
0049(0)906/705091-0

mscdonauwoerth@t-online.de

Freilassing

„Du Freilassing, bist keineswegs die unbedeutendste unter den Städten…“ – so könnte man unser Haus dort in Abwandlung von Mt 2,6 charakterisieren. Die wenigsten wissen, dass wir dort schon seit 1900 sind, vermutlich deshalb, weil eine grenzüberschreitende Provinz ein Scharnier brauchte zwischen dem Königreich Bayern und dem Kaiserreich der Habsburger, für Verwaltung, Steuern, Finanzen…. . Und so wie das Charisma spirituell das Herz eines Ordens ist, ist es die Ökonomie mit Missionsprokur und Provinzverwaltung im ganz realen täglichen Leben. Noch mehr, wenn sie wie hier spirituell denkt. Wenn die Räder hier stillstünden……..

Gerade spirituell hat das Haus sogar ein Highlight zu bieten (natürlich die Gottesdienste in der Hauskapelle nicht zu vergessen😉): Hier stand die Wiege der Missionarinnen Christi (MC), einer international tätigen Frauengemeinschaft, die am 8.12.1956 vom damaligen Provinzial der MSC, P. Christian Moser, gegründet, wurde. Bis zu ihrem Umzug nach Rebdorf (Eichstätt) 1958 lebten und wirkten die Schwestern hier.

Bis heute ist das Haus der Sitz des Provinzökonoms, der von hier aus auch den Kontakt zu den Missionaren hält und die materielle und finanzielle Unterstützung für unsere Missionen koordiniert. Über die verschiedenen Printmedien (Herz-Jesu-Kalender, Kontakte, Kontinente) hält er auch den Kontakt mit all den Menschen, die uns mit ihren Spenden oder anderen Hilfen unterstützen. Neben all dem sind die drei Mitbrüder, die die Kommunität bilden, gern gesehene Aushilfen in vielen Pfarreien der Umgebung. Nicht nur an die Grenzen gehend, sondern ganz real grenzüberschreitend. Solange die Grenzen noch offen sind.

Herz-Jesu-Missionare
Postfach 1146
83381 Freilassing
0049(0)8654/69033-0

herzjesufrei@t-online.de

Innsbruck

Wenn wir von Innsbruck sprechen, sprechen wir von über 100 Jahren Geschichte der Ausbildung von Herz-Jesu-Missionaren. Und von der Schwierigkeit der Suche nach einem passenden Ort dafür. Witzigerweise zieht sich das durch viele Provinzen der Kongregation, dass das erste Ausbildungshaus spätestens nach ein bis zwei Jahren wieder verlassen wird. Try and error. Aber wenn wir dann mal wo sind…..

Für Innsbruck hieß das Beginn in der „Villa Blanka“ 1901, Umzug nach Oeventrop (D) 1902, Rückkehr von dort 1909 nach Hall in Tirol , erneuter Umzug nach Innsbruck-Hötting 1911 in die „Villa Guem“. Zweimal erfolgte ein Anbau an die Villa wegen der steigenden MSC-Zahlen (1935 und 1963). Full house! Dass unsere älteren Mitbrüder die Gemeinschaft so Vieler genossen, die alle auf dem gleichen Weg waren – und dabei auch ordentlich was anstellten – muss man sich nicht nur vorstellen, das erzählen sie ganz konkret und gerne. Ob sie wirklich „tagtäglich fleißig, fröhlich und mit großem Eifer zur Alma Mater gingen“ (Schrift zu 50 Jahren Provinz), ist nicht überliefert, aber es ist ihnen zuzutrauen. Wenn´s Freude macht!

Leider leerte sich das Haus im Rahmen des Einbruchs der Berufungszahlen nach dem 2. Vatikanum rasant, so dass 1975 nur noch ein MSC-Student dort wohnte. Der Rest des Hauses war mittlerweile an Studenten anderer Fachrichtungen vermietet.

In den letzten Jahren erhielt das Haus mit Exerzitienkursen, geistlicher und therapeutischer Begleitung wieder mehr geistlichen Charakter und leistet mit der Aufnahme von Flüchtlingen auch einen Beitrag zu deren Integration. Aber letztlich ist die Größe, die es damals brauchte und die alle genossen, heute zur Last geworden. Vor allem in Zeiten sinkender Mitbrüderzahlen. Zurzeit ist es ein bisschen wie Dornröschen: Es ist schön, aber wo ist der Prinz, der es wachküsst.

P. Pavol Baroš MSC

Superior und facility manager in einer Person, ein Mann der leisen Sorte, aber umfassend begabt und ein echter Arbeiter vor dem Herrn, Hobby: zu Fuß gehen, egal wie hoch, egal wie weit, gut: nach Hause in die Slowakei nimmt er doch Bahn oder Auto. Momentan auf der Suche nach einer Kommunität und einer neuen Idee für das Haus Innsbruck.

Herz-Jesu-Missionare
Frau-Hitt-Straße 14
6020 Innsbruck
0043 (0) 512 / 281580

msc.innsbruck@gmail.com

Maria Kirchental

„Der Pinzgauer Dom“ – Maria Kirchental

Maria Kirchental in den Loferer Steinbergen ist ein ganz besonderer Ort. Da wird kaum jemand widersprechen, der einmal den Weg in das Hochtal über St. Martin bei Lofer auf sich genommen hat. Man kann auch fahren, aber das ist eindeutig die schlechtere Variante, sich Kirchental zu nähern. Seit 1689 Rupert Schmuck aus St. Martin das spätgotische Gnadenbild der Mutter Gottes mit dem Stieglitz aus seinem Heimatort in das Hochtal brachte, ziehen Jahr für Jahr viele Menschen hierher.

Die einen, weil es einfach eine Sehenswürdigkeit ist, die anderen, weil es ein wunderschöner Platz ist, ganz viele aber auch, um hier zu beten und zu bitten. Um die 1200 bestens restaurierte Votivtafeln zeugen von vielen Gebetserhörungen, die schon früh einsetzten und zum Bau der heutigen barocken Kirche zwischen 1694 und 1701 führten.

Der für die Planung verantwortliche Baumeister Fischer von Erlach sei dafür kein einziges Mal in Kirchental gewesen (so die Überlieferung). Dafür steht sie ziemlich stabil seit mehr als 300 Jahren im rauhen Klima des Talkessels, in den im Winter genau 100 Tage lang kein Sonnenstrahl fällt. Das muss man aushalten können, ohne in die Winterdepri zu fallen.

P. Ludwig Laaber MSC, Sr. Bärbel Thomä MC, Sr. Franziska Emeder MC, Sr. Theresia Hoiß MC, P. Toni Ringseisen MSC (v.l.)

Seit 1939 tun das zum einen die Herz-Jesu-Missionare in der Wallfahrtsseelsorge (ca. 40 000 Wallfahrer/Jahr!), zum anderen seit 1982 im angeschlossenen Besinnungshaus die Missionarinnen Christi (MC) und garantieren, dass Kirchental das bleibt, was es immer war: ein geistlicher und heilsamer Ort. Immer noch mit einem Schmuck (jetzt Klaus, vorher Franz), der als Mann für alle Fälle über das Erbe seines Urahns wacht. Das nennt man Tradition!

Herz-Jesu-Missionare
Maria Kirchental
5092 St. Martin bei Lofer (Österreich)
0043(0)6588/8528

rektorat.maria-kirchental@pfarrei.kirchen.net
www.maria-kirchental.at

Nitra

Nach dem Fall des eisernen Vorhangs 1989 ergaben sich ganz neue missionarische Perspektiven für Ordensgemeinschaften in Osteuropa. Die Herz-Jesu-Missionare wurden 1994 für einen ersten Schritt in der Slowakei fündig, in der der Katholizismus im Privaten an vielen Orten überlebt hatte. Trotz geringer personeller Ressourcen der eigenen Provinz gelang es mit Hilfe aushelfender MSCs aus anderen Provinzen, dort Fuß zu fassen, beginnend mit einem kleinen Haus in einem Dorf in der Nähe von Nitra (Jarok).

In Nitra haben wir derzeit zwei Häuser:

Lukov Dvor – seit 1997

  In diesem Besinnungs- und Bildungshaus in einem kleinen Park kümmern sich FDNSC-Schwestern aus Kiribati (frühere Gilbert-Inseln) in ihrer freundlichen und fröhlichen Art liebevoll um die Gäste – wenn sie sich nicht gerade zum Erstaunen und Befremden der SlowakInnen tanzend in die Liturgie einbringen. Unsere Mitbrüder tanzen eher weniger, bieten aber zusammen mit kompetenten Laien und Ordensschwestern Kurse in den Bereichen Spiritualität und Psychotherapie an, die stark frequentiert sind. Die Erweiterung der räumlichen Möglichkeiten – Haus Kana – steht kurz vor der Vollendung.

Partizánska – seit 2002

In Partizánska lebt die Kommunität der MSC und streut von dort aus den Samen der Frohen Botschaft unter die Menschen: wie oben geschildert in Lukov Dvor; in der Pastoral der Pfarrei Klokočina, zu der das Haus gehört; in der geistlichen Begleitung für viele Menschen. Von hier aus betreuen die MSC auch die sehr rührige MSC-Laien-Gruppe und deren Aktivitäten. Vor allem aber ist das Haus gedacht als Kennenlern- und Ausbildungshaus für Interessierte und Kandidaten aus der Slowakei, Polen und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Ein erster Versuch, in Russland Fuß zu fassen, musste nach sieben Jahren zum Leidwesen aller abgebrochen werden. Missionare wachsen leider nicht auf Bäumen. Und unsere wurden dringend in Nitra gebraucht.

Misijný dom MSC

Partizánska 56
94901 Nitra
Slowakei
+421 3769300-31 (slowakisch)
+421 3769300-30 (deutsch)

Webseite: www.misionari.sk (auf slowakisch)

Rebdorf (Pfarrei St. Johannes Baptist)

Wie kommt man dazu, ein Augustinerkloster aus dem Jahr 1156 mit 183 m Länge zu kaufen? Wohl nur, wenn man aus dem Vollen schöpfen kann, finanziell und personell. Und wenn man – ganz – groß denkt. „Es wird groß werden“ war ein Lieblingssatz von P. Christian Moser, verantwortlicher Provinzial beim Kauf des Klosters Rebdorf 1958. Was immer ihn dazu bewog, er setzte einer tragischen Geschichte des Ortes ein Ende.
Nach Übernahme im Jahr 1855 durch den bayerischen Staat war das Kloster Rebdorf zu einem Arbeitshaus geworden, in dem „faule und widerspenstige, aber noch arbeitsfähige Arme“ zusammen mit „Streunern, Zuhältern, Hooligans und anderen Elementen“ Zwangsarbeit verrichten mussten (Jugendliche und Erwachsene) und Kinder (ja, die gab´s da auch!) Schulunterricht bekamen. Wohlgemerkt, wir sprechen nicht vom Mittelalter, sondern vom 19. und 20. Jhdt.!
1939 – 1945 war es zusätzlich Außenstelle des Frauenzuchthauses Aichach, nach der Beschlagnahme durch die Amerikaner 1945 Flüchtlingslager für Litauer (incl. Gymnasium, dass diese aufbauten; der spätere Präsident Valdas Adamkus machte dort sein Abitur). Nach der Rückgabe an Bayern 1949 rückte die Bereitschaftspolizei ein. Und immer noch gab es das Arbeitslager! Bis 1958 P. Moser kam.

Aus der Drillanstalt wurde eine Knabenrealschule mit Internat. „Wo ist der Unterschied“ wird die Ironie fragen? Strenge gab es auch im Neuen, vermutlich mitunter über das Maß hinaus, das wir Heutigen für sinnvoll erachten würden. Aber es kehrte ein, was das Herz Jesu Menschen neben vielem anderen geben kann: Wert. Für die Entwertesten! Egal ob arm, ob widerspenstig, fremd oder was auch immer. Hielte man sich doch öfter daran! Es würde zu einer anderen „Sozialpolitik“ führen, als es die Arbeitshäuser oder Arbeitslager waren oder Aufnahmelager heute sind. Lager sind etwas für Sachen, nicht für Menschen.

Mittlerweile gehört „das Große“ wieder dahin, wo auch die Mittel vorhanden sind: zur Diözese Eichstätt. Im alten Kloster und diversen Neubauten ist mit den beiden staatlich anerkannte Realschulen (für Mädchen und Jungs) viel Leben eingekehrt. Geblieben ist den MSC eine wachsende und lebendige Pfarrgemeinde mit einer nach der 2013 abgeschlossenen Renovierung strahlend schönen Klosterkirche als Pfarrkirche. Und natürlich die Nachbarschaft der MC-Schwestern, die P. Moser 1956 in Freilassing gegründet hatte und 1958 gleich mit nach Rebdorf nahm. Es gab ja auch immens viel zu tun dort! Vielleicht ging dieser Gewaltakt am Ende doch über seine Kräfte. 1961 gab sein Herz auf. Er ist in Rebdorf begraben – wo sonst!

P. Michael Huber MSC

Pfarrer, Superior, Provinzialrat, Finanzfachmann beim Generalat, Novizenmeister…, der Mann für alle Fälle und allzeit bereit. Auch für die ganz schwierigen Aufgaben!

P. Anton Karg MSC

Fröhlicher Was-kostet-die-Welt-Typ. Probleme? Was ist das? Hört zwar nicht mehr so gut, versteht Frauen trotzdem.

P. Leopold Langer MSC

Überaus freundlicher MSC, der überall mit anpackt, wo es nötig ist. Bester Hausmann wo gibt. Tendenz zu nächtlicher Ruhestörung: sammelt Uhren – auch mit Schlagwerk.

Herz-Jesu-Missionare
Pater-Moser-Str.12
D-85072 Eichstätt
+ 49 (0) 8421/9003-384

humi.msc@posteo.de

Pfarrei: 
eichstaett-rebdorf.bistum-eichstaett.de/startseite

Knabenrealschule:
www.krs-rebdorf.de

Maria-Ward-Realschule:
mwrs-ei.de

 

Salzburg Liefering

Es war der 23.6.1887, als die Patres Barral und Ilge auf ihrer langen Suche nach einem Niederlassungsort im deutschsprachigen Raum nach Salzburg kamen. Als erstes fiel ihnen Maria Plain auf, die Wallfahrtskirche auf dem Berg bei Bergheim. Das sah doch gut aus für einen Neustart. Merke: MSCs wollen immer hoch hinaus. Leider waren in Maria Plain schon die Benediktiner und die waren überhaupt nicht bereit zur kampflosen Übergabe des Schmuckstücks.

Wieder so ein Hindernis, das Gott in ein Mittel zum Ziel verwandelte. Denn von dort oben fiel der Blick der beiden auf das kleine Schlösschen des Gutes Schönleiten. Und das war gut so. Da war viel mehr Platz, um all das hinzubauen, was Kloster und Schule einmal an Raum benötigen würden und sogar S-Bahn-Anschluss. Gut, das wussten die beiden damals noch nicht, aber heute ist die Station Taxham-Europark ein großes Plus für die Schüler des Privatgymnasiums der Herz-Jesu-Missionare. Im übrigen auch der Europark, dieser im Unterschied zur S-Bahn nicht immer zur Freude der Schulleitung.

Zurück zur Geschichte:
Der Ort war gefunden und auch bald erworben. Aber selbst im katholischen Kaiserreich war die Genehmigung für eine Ordensniederlassung kein Selbstläufer. Es galt einige Widerstände zu überwinden, bis Kaiser Franz-Josef I. am 7.1.1988 sein Placet gab. Wahrscheinlich in einer Drehpause zwischen den drei Sissi-Filmen 😉.

Ursprünglich war Salzburg eigentlich gedacht als Nachwuchsschule („Kleines Seminar“) des Ordens. Durch die Dynamik der Ordensentwicklung wechselte es aber bis 1925, dem Jahr der Gründung der „Österreichisch-Oberdeutschen Provinz“, mehrfach seine Zweckbestimmung im Rahmen der verschiedenen Ausbildungsstufen eines Ordenswegs. Und auch von außen gab es anfangs noch einige Widerstände. Ein paar Anekdoten aus dieser Zeit zum Umgang mit Hindernissen, die vielleicht auch heute noch ein bisschen typisch für uns sind:

Bedingung für die Ordensniederlassung in Liefering war der Nachweis von 1000 Gulden Ertrag aus dem Gut Schönleiten pro Jahr für den Lebensunterhalt von 5 Patres. Völlig unmöglich bei der Größe des Guts. Was taten die Mitbrüder? Sie vertrauten auf die Vorsehung, kauften „trotz des schwindsüchtigen Geldbeutels der Kongregation“ auf Pump noch zwei naheliegende Güter dazu und hatten am Ende über 100 000 Gulden Schulden. Aber was soll´s, wenn´s dem guten Zweck dient und man auf die Vorsehung vertraut. Es sollten aus Salzburg ja viele junge Missionare hervorgehen zur Arbeit im Weinberg des Herrn. Da würde ER schon mithelfen.

„Zu- und Anbauten erfolgten in den folgenden Jahren, die von Anfang an eine Generalplanung vermissen ließen.“ Die ist natürlich auch schwierig bei etwas, das ganz neu entsteht und eine starke Dynamik aufweist. Aber ein bisschen zeigt sich darin wohl auch unsere „try and error-Seite“, der Mut zum Versuch, aber auch zum Eingeständnis des Irrtums. Und vielleicht die Tendenz, manchmal wichtige praktische Dinge zu übersehen zugunsten einer faszinierenden, aber vielleicht irrationalen Idee. Ziemlich menschlich eben.

Die Salzburger Zeitungen witterten „die Gefahr einer Jesuitenniederlassung in nächster Nähe Salzburgs“ – offenbar so, als seien Jesuiten der Leibhaftige, Pest und Cholera in einem. Und das nicht nur von der sog. liberalen Seite des Kulturkampfes, sondern auch von Seiten der sog. Konservativen, incl. der Priester. „Auf Befragen des „schwarzen“ Landeshauptmanns Chorinsky gaben die Patres Barral und Ilge, die Versicherung ab, dass sie gewiss keine Jesuiten seien, sondern Priester einer einfachen religiösen Kongregation.“ Ordinary people eben. Das darf ja auch mal einen Vorteil haben. Immerhin ließen danach die Widerstände nach.

Seit der Errichtung der süddeutsch-österreichischen Provinz ist das Missionshaus in Liefering Sitz des Provinzials und einer Hausgemeinschaft mit eigenem Superior, zu der auch der Rektor der Klosterkirche gehört. Die älteren Mitglieder der Hausgemeinschaft übernehmen nach wie vor gerne Aushilfen im Umkreis und kümmern sich liebevoll um unsere ältesten Mitbrüder imPflegebereich im 3. Stock. Ganz nebenbei und „undercover“ missioniert ein Mitbruder den Osten Europas, indem er alles einschmuggelt, was mit Kirchenmusik zu tun hat. Inclusive ganzer Orgeln!

Vor allem aber leben die Mitbrüder im Haus MSC-Präsenz im Blick auf das Privatgymnasium, das nicht nur räumlich direkt mit dem Kloster verbunden ist. Herzensbildung („Bilde unser Herz nach Deinem Herzen.“) ist neben der qualifizierten Wissensvermittlung ein besonderes Anliegen des Trägers und der Schulleitung.

Mit dem „Bondeko“, einer Einrichtung vor Ort, die von uns Herz-Jesu-Missionaren ins Leben gerufen wurde, gibt es Raum für missionarische Bewusstseinsbildung und interreligiösen Dialog. Auch wenn die Veranstaltungen (Vorträge, Workshops, etc.) zu diesen Themen einen großen Kreis ansprechen sollen, liegt ein besonderes Augenmerk auf Schulklassen und Firmgruppen.

P. Xaver Aninger MSC

Wer „A“ wie Aninger sagt, muss auch „b“ sagen wie bescheiden und beispielhaft. Gelebtes MSC-Charisma schlechthin, wohl auch deshalb 15 Jahre Provinzial.

P. Johann Baptist Aschenbrenner + 2019 MSC

Mit 96 Senior der Provinz, davon 43 Jahre in der Mission im Kongo, als kluger Verkünder und als Ausbilder zahlreicher Katechisten, die seine Arbeit heute fortführen.

P. Rolf Biegler MSC

Liturgisches und sonstiges Kreativbrain, deshalb auch Rektor der Klosterkirche und zuständig für die außergewöhnlichen Sachen. Siehe Innenhof der Schule.

P. Jakob Förg MSC

Kirchenmusikalisches Missions-U-Boot in Osteuropa. Erfinder der „Jakobiner“, ein Sprachwitz auf höchster Ebene, eigenständig und eigenwillig – wie er.

Br. Georg Keim MSC

Genießt nach einem arbeitsreichen Leben die Rundumversorgung im Ruhestand und das Singen alter Jungscharlieder mit P. Förg und den Zivis. Den Rest bewahrt das Vergessen.

P. Andreas Steiner MSC

Provinzial und Superior – und damit als guter Hausvater, der die Geschicke lenkt, am richtigen Platz. Gerade in schwierigen Zeiten. Das geht nur mit Humor, Gelassenheit, langjähriger Erfahrung, osttiroler Beharrlichkeit und großem Gottvertrauen.

Herz-Jesu-Missionare
Schönleitenstr. 1
5020 Salzburg
+43 (0) 662/432901
superiorat@msc-salzburg.at

www.herzjesugym.com
www.bondeko.org

Steinerskirchen

Wo werden pro Jahr 55 000 Liter Heizöl und 13 Tonnen CO2 eingespart? Genau, hier in Steinerskirchen, der OASE der MSC. Im Reich von Br. Martin, der dort seit vielen Jahren im wahrsten Sinne des Wortes pausenlos die ökologische Landwirtschaft mit ca. 60 ha betreut.

Und wofür fallen die an?
Dafür sorgen die anderen Mitbrüder in der OASE, dem Bildungshaus der MSC, mit ihrem weitgefächerten Programm, das das ganze Jahr über viele Gäste anzieht. Die haben es alle gerne warm. Innen wie außen. Sie kommen gerne und immer wieder an diesen besonderen Ort, der mindestens seit dem 8.Jhdt. ein Ort des Gebets und der Sammlung ist.

Es waren wohl irische Mönche, die hier die erste steinerne Kirche der Gegend bauten, um die herum sich eine der sieben Urpfarreien der Diözese Augsburg entwickelte. Sie war noch nie wirklich groß, gehört aber heute mit vierzehn Mitgliedern (davon zehn MSC) mit Sicherheit zu den kleinsten Pfarreien der Welt. „St. Michael und Mariä Verkündigung“ ist heute gern besuchte Pfarr- und Wallfahrtskirche.

Wie kommt ein Missionsorden in die „Pampa“?
Auch Ordensleute müssen essen und die Beschaffung der Nahrung geschah in den vergangenen Jahrhunderten praktisch überall in Selbstversorgung durch die Brüder. Deshalb kauften die MSC am Anfang der fünfziger Jahre des 20. Jhdt. das landwirtschaftliche Gut, um dort ihr Brüdernoviziat einzurichten und gleichzeitig Arbeitskräfte für 178 Tagwerk zu generieren. 1957 kam das Klerikernoviziat dazu und Steinerskirchen – mittlerweile gut ausgebaut – wurde zum florierenden Ausbildungshaus der Provinz. Bis zum 2. Vatikanum und den rasanten Einbrüchen bei den Eintrittszahlen in dessen Folge nur ein paar Jährchen später.

Was tun?
Mit „Seelsorge für die Umgebung und Erholungsheim für Gäste führt heute Steinerskirchen sein stilles Dasein weiter“ – so die Festschrift zu 50 Jahren Provinz 1975. Das heißt in Ordenssprache: Eigentlich wissen wir nicht, was wir damit machen sollen, aber hergeben wollen wir es auch nicht.

Und das war gut so, denn Steinerskirchen ist schon lange aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Sicher, es gibt auch heute noch viele stille Orte in und um die OASE, aber seit deren Gründung 1984 als Bildungs- und Besinnungshaus ist es mit dem „stillen Dasein“ jedenfalls zu Ende. Seitdem geht es hier um Lebensorientierung, Glaubensvertiefung, Meditation, Begegnung, Jugend und um ganz viel Musik. Alles eingebettet in den Grundgedanken des bewahrenden Umgangs mit der Schöpfung, der in der mehrfach ausgezeichneten ökologischen Landwirtschaft Gestalt bekommen hat. In beidem, ergänzt durch die Pfarrseelsorge in der Umgebung, wirkt die OASE weit über den kleinen Ort hinaus, an dem die irischen Mönche damals die Grundsteine legten. Die hatten ein Gespür!

P. Alfons Kerscher MSC

Senior der Kommunität und zu seinem Leidwesen altersbedingt nun pastoral und fahrtechnisch ziemlich eingebremst. Zu Fuß in einer OASE kommt man halt nicht weit…

Br. Rupert Laner MSC

Kreuzt „auf Teufel komm raus“ alles, was blüht und Früchte trägt. Spezialist für Äpfel und Heiterkeit. Ruhepol in der Kommunität.

P. Alois Gurtner
 MSC

Selbst denkt der Mann. Auch in Kirche! Da ist Ärger vorprogrammiert. Gott sei Dank gibt es den Garten zur notwendigen Ruhefindung. Und die Fabrikation von Strohsternen. Wenn das nicht hilft…

Br. Klaus Machwirth
 MSC

Stilles Wasser. Lehrlingsausbilder a.d., verband lange die OASE mit der weiten Welt: mit dem Shuttlebus zum Bahnhof Baar-Ebenhausen. Ja, die Welt beginnt da. Altersbedingt nun auch ohne ihn.

P. Walter Licklederer MSC

Brasilienmissionar und Provinzial a.d., Superior, mit dem Herzen aber noch in Brasilien, theologisch auch; trauert noch über die mangelnde Umsetzung der Bischofsversammlung von „Aparecida“, deshalb bitte nicht darauf ansprechen.

P. Franz Purainer
 MSC

Der Klassiker. Herz-Jesu-Missionar mit schwerer Herz-Op. Wenn man sich’s zu Herzen gehen lässt, hat das Folgen. V.a. wenn man’s nicht leicht wieder los wird.

Br. Martin Wembacher
 MSC

Direkter und unermüdlicher Mitarbeiter Gottes bei der Bewahrung der Schöpfung. Die ist bei beiden in besten Händen, sagt seine Katze. Die muss es wissen.

P. Manfred Oßner MSC


Schon in der Früh stets freundlicher Leiter der OASE. Gelassenheit lernt man wohl im Kongo und in der Ordensausbildung. Unerlässlich, wenn man Berichte der Mitbrüder für die Medien braucht.

P. Norbert Becker MSC

Leihgabe aus der Norddeutschen Provinz (Ein Dankeschön in den hohen Norden!); Musiker und Komponist Neuer Geistlicher Lieder; ein Wochenende mit ihm in der OASE ist ein absolutes „Muss“, auch für solche, die denken, sie könnten nicht singen. Spaß garantiert.

P. Alfred Niedermaier
 MSC

Früher überaus ideenreicher Brasilienmissionar in einer Millionenstadt und nun auf dem platten Land im schwäbisch-oberbayr. Grenzgebiet – die Spannbreite eines Missionarslebens. Aufgabe überall: Ankommen, wo man hinkommt! Ganz, als der, der man ist.

Herz-Jesu-Missionare
Steinerskirchen 1
86558 Hohenwart
0049/(0)8446/9201-14

Hausgemeinschaft:
p.licklederer@msc-salzburg.at

Bildungshaus:
info@oase-steinerskirchen.de
www.oase-steinerskirchen.de

 

 

 

 

„Freischaffende Künstler“

(direkt dem Provinzial unterstellt)

P. Ivan Androic MSC

Harte Schale, weicher Kern – manchmal ein bisschen streng, aber immer berührt durch die Not der Menschen. Da geht dann seine Liebe schon mal durch den Magen (s.u.).

Kroatischer Mitbruder mit Noviziat und Ausbildung in Kamerun, Profess und Diakonenweihe in der Slowakei und Priesterweihe in Kroatien – so abwechslungsreich geht´s manchmal in einer Missionsgemeinschaft zu. Seit vielen Jahren leitet er eine Pfarrei in Vrbovsko/Kroatien (zwischen Rijeka und Zagreb gelegen), in der er – neben der sonstigen Pfarrarbeit – für Bedürftige eine regelmäßige öffentliche Speisung für fast 50 Menschen anbietet und mit Exerzitien auch explizit für die seelische Nahrung seiner „Schäfchen“ sorgt. Für all das braucht es eine starke Persönlichkeit mit straffer Leitung, Blick für die Not der Menschen und dem nötigen Organisationstalent, um dieser abzuhelfen. Der richtige Mann am richtigen Ort.

P. Marcus Klemens MSC, Lic. theol. in Spiritualität

Immer ganz nah am offenen Herzen Jesu und „most popular MSC“, wahrscheinlich weltweit; Ästhet in allen Dingen! Funktional? Ist das Leben eh schon genug.

Taufte und traute schon im frühen Kindesalter seine Altersgenossen und -innen und feierte „Hl. Messen“ mit ihnen. Klassischer Fall von früher Berufung! Und das viele Üben hat sich bezahlt gemacht. P. Marcus ist in unserer Gemeinschaft der Fachmann für Spiritualität und Liturgie. Und damit natürlich auch prädestiniert für geistliche Begleitung und Ausbildung, wofür er die letzten Jahre auch in der Provinz zuständig war – inclusive eines Jahres als Novizenmeister. Nach so viel Ausbildung anderer hat er nun eine eigene Weiterbildungszeit begonnen, in der er sich im Rahmen des österreichischen Psychotherapiepropädeutikums in Wien weitere Kompetenzen aneignen wird. Wer rastet, der rostet! Und wer will das schon, gerade in einem so sensiblen Gebiet wie es die Begleitung anderer ist. Sein Humor und sein Sinn und Einsatz für das Gemeinschaftsleben gehen uns jetzt schon ab. Und natürlich auch seine Improvisationen auf der Orgel und… und… und…

P. Marko Stipetić MSC

Polyglotter Kroate mit tausend Ideen und Aktivitäten – solange ein Kaffee in erreichbarer Nähe ist. Bekam gerade noch die Kurve von seinem Jurastudium ins geballte Leben als MSC.

P. Marko ist nicht immer auf großer Fahrt, aber sehr gerne. Kein Wunder, wenn er sonst als Subregens im Priesterseminar Rijeka einen Stall voll junger Seminaristen hüten muss, die mit allem Möglichen zu ihm kommen. Aber auch das ist kein Wunder, wenn einer so offen dafür ist wie P. Marko. Für einen wie ihn mit so viel Lust an Bewegung und Reisen ist das ein echtes Opfer. Die Liste der Orte seiner eigenen Ausbildung bei den MSC liest sich dementsprechend beeindruckend: Salzburg, Chicago (Noviziat), Brasilien, Russland, Innsbruck….. Fortsetzung folgt – ganz sicher.

www.msc-cro.com (kroatisch)

P. Norbert Rutschmann MSC *1954, Dr. med., Lic. theol. in Pastoralpsychologie

 

Selbst im fortgeschrittenen Alter kann man noch der Jüngste (Zugang) sein. Incl. Kleckergefahr… – bei allfälligen Fettnäpfchen. Spezialist für unbewusste Gottesbilder in allen Variationen – und die damit verbundenen Berufungskrisen. Auch die eigenen. Aus Erfahrung klug!

Erst mit 59 Jahren eingetreten – ziemlich späte Antwort auf eine frühe Berufung. Manchmal braucht es eben seine Zeit und einen wechselvollen Weg, um die Beziehung zu Gott zu klären und sich das nötige Know-How anzueignen, um andere dabei begleiten zu können. Vor allem, wo sich gerade da so viel unbewusste Lebensgeschichte hineinmischt. Jungen Erwachsenen auf ihrem Weg dabei zu helfen, Orientierungsfragen zu klären und Entwicklungsblockaden aufzulösen ist seine Aufgabe in einem neu dafür geschaffenen Projekt der Provinz in München. Es heißt STEPS und ist gerade im Entstehen.  Aus eigener Erfahrung weiß er am besten, dass Gott aus Hindernissen Mittel zum Ziel macht.

Lieblingsaufgabe: Menschen erfahrbar machen, welche Möglichkeiten Gott für sie und ihr Leben bereithält.

Foto Header: Sophie Pamart