Alte News – MSC Briefmarke

Alte News

Manche Dinge dauern etwas länger. Zum Beispiel, in einer Ordensgemeinschaft zu den alten Geheimnissen vorzudringen, die sie beherbergt. Die eigentlich gar keine Geheimnisse sind, über die aber niemand spricht. Manchmal dauert es wie bei mir zwölf Jahre, um zu erfahren, dass wir etwas ganz Besonderes haben, nämlich eigene Briefmarken. Zum Beispiel: UNSER LOGO.

Natürlich darf da auch unser Gründer nicht fehlen, mehr oder weniger authentisch abgelichtet, bei einer seiner Hauptbeschäftigungen, dem Schreiben. Wenn man all seine Briefe auf seine aktive Zeit als MSC hochrechnet, muss er ca. 10 Briefe pro Tag verfasst haben.

 

Daneben noch etliche Bücher und Artikel. „So nebenbei“ hat er noch einen Orden gegründet, den über Jahrzehnte geleitet, Revolutionen im eigenen Haus abgewehrt, eine Pfarrei betreut, Arme unterstützt und nicht zuletzt eine Basilika gebaut, die Basilika in Issoudun. Nach wie vor das Herzstück der Gemeinschaft und der Stadt. Wer würde Issoudun sonst kennen!

Der Bau der Basilika hat ihn nicht jünger gemacht, das Bild unten ist eindeutig ein Fake und ein netter Versuch, sich vorzustellen, wie P. Chevalier wohl in jüngeren Jahren ausgesehen haben könnte. In den Provinzen der Südhalbkugel gibt es noch einige weitere Darstellungsversuche für Chevalier „ganz jung“. Allerdings nicht als Briefmarken!

2012 kam die letzte Briefmarke heraus, die an 125 Jahre Anwesenheit der MSC in Salzbrg erinnert. Hinten re. ist die Klosterkirche zu sehen, der in der Mitte zu sehende Turm ist Teil des MSC Klosters, die linke Seite zeigt das Privatgymnasium der Herz-Jesu-Misisonare, das sich nach links in den Park hinein groß ausbreitet und mittlerweile 830 Schülern Raum zum Lernen und sich entwickeln gibt. Und natürlich auch zum Austoben, v.a. bei den vielen Sportangeboten, die das Gymnasium anbietet.

Wie es zu der Briefmarke mit dem Konterfei von P. Xaver Aninger MSC kam, der viele Jahre Provinzial war und neue Werke anregte (die Mission in Nitra, die Oase Steinerskirchen als Bildungshaus etc.), ist nicht überliefert. Nur eines ist sicher: Von ihm kam die Idee nicht. Obwohl die Aufgaben als Provinzial ihn viele Jahre nach vorne drängten – im Vordergrund stehen wollte er nie. Und schon gar nicht als Briefmarke von einem Brief lächeln. Dann schon lieber live. Deshalb ist die Briefmarke hier auch nicht zu sehen. Zusammen mit dem Gründer, das wäre zu viel der Ehre. Meint er. Auch wenn andere das anders sehen.

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