Weltweit – San Bartolo, Peru

Weltweit

Was machen die Herz-Jesu-Missionare in der ganzen Welt eigentlich so? Da uns unser Gründer, P. Jules Chevalier, mitgegeben hat, dass es nicht wichtig ist, was wir tun, sondern wie wir es tun, gibt es da eine große Vielfalt, die sich immer an den Nöten vor Ort orientiert. Da es vielen Ländern und damit auch den lokalen MSC-Provinzen schlicht an finanziellen Möglichkeiten mangelt, werden viele der Projekte dort durch Spenden und Zuwendungen aus der sog. „Alten Welt“ unterstützt und manchmal erst ermöglicht. Da greift ein Glied ins andere. In unregelmäßigen Abständen möchten wir Ihnen einige der weltweiten MSC-Projekte vorstellen. Heute:

 

KINDER HABEN DAS RECHT, GLÜCKLICH ZU SEIN

Das kleine Haus der VAP – San Bartolo, Peru

 

Kinder helfen gerne, weil es ihnen Spaß macht, etwas zusammen mit Papa und Mama zu tun. Ganz anders sieht es aus, wenn sie selbst arbeiten müssen, um überhaupt überleben zu können. Da hat der Spaß schnell ein Loch, wenn es um Leben, besser Überleben oder Tod geht. Ohne Perspektive, da jemals herauszukommen, ohne Möglichkeit, ihre kindliche Kreativität entwickeln oder sogar ins Spiel bringen zu können gegen all die Ohnmacht um sie herum. Man nennt das Perspektive! Ohne sie gibt es kein Wachstum, keine Entwicklung.

 

 

Mit der Vision dies zu ändern, wurde 1995 das Programm „Vamos a la Playa” (VAP) als Initiative der MSC-Pfarrei San Felipe Apostolo ins Leben gerufen, um Kindern (8-11 Jahre alt) aus benachteiligten Wohngebieten Limas wenigstens eine kurze Auszeit aus ihrem Alltag zu ermöglichen. Natürlich geht es da auch an den Strand, im Vordergrund steht aber, den Kindern durch kreative Bildungs- und Freizeitaktivitäten in einem geschützten Rahmen die Chance zu geben, sich zu entwickeln und das, was sie natürlicherweise an Freude und Kreativität haben, ins Leben zu bringen. Das Haus ist P. German Schmitz gewidmet, Mitglied der norddeutschen MSC-Provinz und lange Jahre Priester der Gemeinde, später Weihbischof in Lima, dem besonders die armen Gebiete der peruanischen Hauptstadt am Herzen lagen.

Mehr als 10 000 Kinder konnten diese Chance seit der Gründung bekommen, betreut in Kleingruppen von jeweils zwei geschulten Freiwilligen, die sich rundum um die Kinder kümmern. Auch alle organisatorischen Arbeiten werden von Freiwilligen geleistet.

Im Programm geht es auch um Wertevermittlung, z.B. zu den Themen Freundschaft, Gesundheit, Respekt, Liebe zur Natur, Kreativität, Teamarbeit, persönliches Wachstum, Freude, Gottes Kind zu sein, usw. Diese Werte werden den Kindern mit viel Fantasie vermittelt, eben altersentsprechend. Dazu gehören auch Aufführungen am Abend mit kleinen Geschichten über das am Tag Erlebte.

Klar fällt der Abschied am Ende oft nicht leicht. Aber auch wenn sie in ihre alte Realität zurückkehren, tun sie das doch mit neuen Erfahrungen, auch hinsichtlich ihrer Möglichkeiten. Daran erinnert sie nicht zuletzt der Rucksack mit Schulmaterialien, den jedes Kind am Ende mit nach Hause nehmen darf.

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