100 Jahre Mondombe/Kongo

Eigentlich sind es schon 101 Jahre seit der Gründung der Missionsstation in Mondombe durch belgische Herz-Jesu-Missionare (der erste war 1925 der bärtige Mann hier auf dem Bild, P. Yernaux), die ab 1955 Verstärkung durch Mitbrüder aus der Süddeutsch-Österreichischen Provinz bekamen. Aber Bischof Toussaint (auch ein Herz-Jesu-Missionar) aus der Diözese Bokungu-Ikela (gegründet 1961), war die vorhandene Vorbereitungszeit im letzten Jahr zu knapp bemessen. Es sollte ja ein richtiges Fest werden. Deshalb nun in diesem Jahr, ob 100 oder 101 – die Freude über das Jubiläum und die Lust zu feiern ändern sich nicht.

Auch die Novizinnen der Theresienschwestern, die ihr Noviziat z.Zt. in Mondombe verbringen, werden sicher kräftig mitfeiern.

 

Mondombe ist eine von 15 Gemeinden der Diözese Bokungu-Ikela und liegt – völlig umgeben von Regenwäldern – ca. 1000 km nordöstlich der Hauptstadt Kinshasa. Auf dem Fluss, dem Tshuapa, sind es zwar noch einmal 400 km mehr. Aber er ist eigentlich die einzig sinnvolle und finanziell leistbare Möglichkeit, dorthin zu kommen und noch wichtiger, dass die Waren dorthin kommen können, von deren Verkauf viele hier leben. Um dies zu ermöglichen und auch selbst darüber Einnahmen zu gerieren, hat die Diözese vor kurzem ein neues Schiff bekommen, das von der Partnerdiözese Salzburg und der dortigen Jungschar finanziert wurde. Das macht Hoffnung, dass sich die bisher unzuverlässige Transportlage verbessert und so den Menschen durch den Verkauf ihrer hauptsächlich landwirtschaftlichen Produkte auch ein besseres Einkommen ermöglicht wird.

Bischof Toussaint MSC (li.) mit Pfarrvikar P. Modeste MSC (re.) auf Besuch zur Firmspendung für mehr als 200 Firmlinge.

Nicht nur in Mondombe übernimmt die Kirche eigentlich staatliche Aufgaben, worum der Staat sie auch bittet, weil es ihm selbst nicht gelingt, zuverlässige Strukturen aufzubauen.

Schulschlussfeier für die Kleinen und Großen

So ist die Kirche für das Auszahlen der Lehrergehälter an den Schulen zuständig, die ein Staatsbeamter unter Polizeischutz bringt. Nicht immer pünktlich, manchmal gar nicht, z.B. wenn es ihm gestohlen wurde, obwohl er quasi auf dem Geld schläft. Auch für die Auswahl der Lehrer und den Nachweis ihrer Qualifizierung ist die Kirche zuständig. Leider bekommt sie die Prüfer nicht in Griff, die die kostenpflichtigen Abschlussprüfungen abnehmen. Sie verdoppeln willkürlich die offiziellen Gebühren trotz der Armut der Bevölkerung. Die muss zahlen, wenn es einen gültigen Schulabschluss geben soll. Nur ein Punkt, an dem die Menschen sich an den Padre, P. Peter Laschan MSC, wenden mit der Bitte um finanzielle Unterstützung.

Auch bei ganz alltäglichen Dingen ist die Kirche gefragt: Ein Team ist gekommen, um eine Quelle zu errichten. Leider haben ab 30 Meter Tiefe Kiesel und Steine die Bohrung verhindert. Es ist der Bischof, der mit dem Schiff ein starkes Bohrgerät mitbringt, das bis zu 100 Meter Tiefe gehen kann. Inzwischen haben die Mitglieder der Gemeinde die frühere Bohrung instandgesetzt, mit Handbedienung. Zwei Mal täglich wird gepumpt.

 

Vieles geht nur mit finanzieller Unterstützung durch den Pfarrer, der dafür auf Spenden aus Europa angewiesen ist. Egal ob es um die Prüfungsgebühren geht, um Hilfe für Medikamente, die sich die Menschen nicht leisten können, wenn eine Hütte baufällig wird und kein Geld für die Renovierung da ist und und und… . Manches ist auch preiswert: Dann, wenn P. Laschan seine technischen Fähigkeiten einsetzt. So hat die Pfarrei Lingomo wieder Funkverkehr. Die Antenne dafür baute er selbst aus alten Kupferkabeln zusammen.

 

Eine Not, die P. Laschan besonders am Herzen liegt, ist die Finanzierung der Kosten für den Aufenthalt in einem Mädcheninternat der MC-Schwestern in Yalusaka. Warum ein Internat? Weil Mädchen, wenn sie geschlechtsreif werden, in großer Gefahr sind, durch Missbrauch schwanger zu werden, was letztlich jeden Schritt heraus aus der Armut mittels Bildung verunmöglichen würde. Deshalb gehört zur Grundausstattung für das Internat auch seltsamerweise ein Nachttopf. Damit die Mädchen nachts nicht über den (ummauerten) Internatshof müssen, weil selbst dort sonst ihre Sicherheit nicht gewährleistet wäre.

Das kostet (z.Zt.) 350.– €/Jahr, die eine lebensrettende und lebensverändernde Langzeitwirkung haben. Wer dieses oder andere Anliegen von P. Laschan unterstützen möchte, kann das unter folgenden Bankverbindungen:

 

In Deutschland:

Volksbank Bad Reichenhall Konto-Inhaber: Herz-Jesu-Missionare

IBAN: DE85 7109 0000 0002 7202 30 BIC: GENODEF1BGL

Vermerk: Pater Laschan, Kongo

In Österreich:

Empfänger: SEI SO FREI – Kath. Männerbewegung / Registrierungs-Nr. SO 1322

IBAN: AT10 3500 0000 0001 4100

Verwendungszweck: P. Peter Laschan, Kongo

 

Herzlichen Dank an alle Spender und Spenderinnen!

Peter Laschan MSC (82) mit den Leiterinnen des Noviziats der Theresienschwestern

 

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